Salzwahn

Jetzt ist er ja weg, der Schnee. Aber in den letzten Wochen konnte man es wieder beobachten: Schon bevor es schneit wird überall ein bisschen Salz verstreut. Dann schneit es mehr als gedacht oder erhofft, die unterste Schicht ist getaut, dann kommt Schneematsch und obendrauf liegt Schnee. Am besten zieht es dann noch an und alles friert. Wenn es nicht viel schneit passt alles, aber wenn es mehr ist als das Salz auftauen kann, kommt keiner und salzt nach – alles wird glatt.

Jedenfalls ist das Ergebnis eine glatte Straße, z.B. neulich die Miltenberger Umgehung und die Durchgangsstraßen, und natürlich dehnt sich das ganze auf alle umliegenden Straßen aus, wo gar nicht gesalzen wird, weil die Autos das verteilen.

Viel besser wäre es, “weiß zu räumen”, also nur den Schnee wegzuschieben, wenn es denn genug ist. Dann hätte man etwas Schneeglätte, aber dafür gibt es Winterreifen und mittlerweile sogar eine Winterreifenpflicht. So glatt wie in salzschlamm-vereisten Straßen wäre es normalerweise nicht.

P.S. das selbe Spiel kann man auch auf Gehwegen beobachten, nur dass es hier noch die Variante “Vorsicht! Rutschgefahr – Salzhaufen” gibt…

Präsentation zum Kleinheubacher Kreisel

Gestern habe ich endlich (nach einigen Terminschwierigkeiten) die Einwendung von VCD und ADFC gegen die Planung für den Kleinheubacher Kreisel vorgestellt. Eigentlich waren für Miltenberger Verhältnisse erfreulich viele Leute da, nur die Miltenberger und Kleinheubacher Räte waren leider schwach bzw. gar nicht vertreten.

Die Prästentation ist auch online.

Jetzt kommt es darauf an, sich für die Anhörung im Planfeststellungs-Verfahren gut abzusprechen und möglichst auch Kleinheubacher auf unsere Seite zu bringen! Und der Vorschlag einer Zuhörerin, auch öffentlichen Druck zu machen – durch eine öffentliche “Begehung” oder “Befahrung” a la critical mass, den sollten wir auch verfolgen!

Bürgerversammlung 2011 in Miltenberg

Erfreulich viele Leute bei der Bürgerversammlung, und erstaunlich
viele Fragen drehten sich um Verkehrsthemen. Das scheint wirklich
etwas zu sein, was nicht nur mich beschäftigt, sondern einen großen
Teil der Bevölkerung.

Die Antwort auf meine schriftliche Frage war im wesentlichen sehr
erfreulich.  Denn die Verkehrszahlen sind nach der Eröffnung der
Umgehung(en) wirklich erstaunlich stark zurückgegangen.  Das muss man
nutzen!

Bei der Frage nach dem Verkehrsentwicklungsplan allerdings zeigte sich
wieder mal, wes Geistes Kind Bürgermeister Bieber ist: Ein sauberer
Verwalter, aber eigentlich kein Politiker.  Nicht nur, dass er es mit
Helmut Schmidt hält (“Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen”).  Das
ein Plan mehr ist als das Nachdenken über eine Änderung hier, das
Ausprobieren einer Variante da, und dass es um die Zusammenhänge von
Verkehr und Stadtentwicklung geht und auch um rechtlichen
Eingriffsmöglichkeiten der Stadt, wenn jemand etwas vorhat, was der
städtischen Planung zuwiderläuft – das ist so dermaßen nicht sein Stil
zu denken, dass man die Antwort nur mit “Thema verfehlt” bewerten
kann.  Naja, immerhin war der erste Satz ein ehrliches “Nein”.