Leserbrief zur Pkw-Maut

Schon am 10.7. ist mein Leserbrief zur Pkw-Maut im Main-Echo erschienen. Hier der Wortlaut:

Ökologisch nutzlos

 

Martin Ferber hat recht, aber er übersieht einen weiteren Nachteil der Pkw-Maut, wie Dobrindt sie will: Als Plakette für Pkw auf Autobahnen (und vielleicht große Bundesstraßen) ist sie ökologisch nutzlos, finanziell ungerecht für die Träger der Baulast und obendrein technikfeindlich.

 

Modern wäre eine GPS-gestützte, von der Fahrleistung abhängige Straßengebühr. Wenn klar ist, dass die Daten für nichts anderes genützt werden, könnte man Kfz-Verkehr gezielt dort verteuern, wo er wegen Lärm, Abgasen oder der Sicherheit ein Problem ist, erwünschte Ausweichrouten günstiger machen und so eine ökologische Lenkungswirkung erzielen.
Außerdem könnten auch Kreise und Gemeinden Gebühren erheben – gerade ältere Landstraßen sind überhaupt nicht für den heutigen Schwerlastverkehr ausgelegt und leiden stärker als Autobahnen, aber die Kommunen bekommen von der derzeitigen Lkw-Maut nichts ab. Eine »Flatrate«, wie Dobrindt sie will, belohnt hingegen Vielfahrer und macht Eva Normalfahrerin genau zu dem, was selbst ernannte »Autoparteien« immer kritisieren: Zur Melkkuh.

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