Die A3 und das böse grüne Baden-Württemberg

Der Bote vom Untermain füllt das Sommerloch fleissig mit der Aufregung darüber, das Baden-Württemberg das Geld des Bundes lieber für andere Baustellen einsetzt als für den 6-spurigen Ausbau der A3 im kurzen badischen Stück.

Natürlich ist es blöd, einen Haufen Geld für 100 km Autobahn auszugeben und dann ist in der Mitte ein Stück nicht ausgebaut. Trotzdem ist die Aufregung fehlgeleitet.

Erstens ist es ja nicht so, dass Baden-Württemberg das Geld zum Staatsstraßenbau verwendet, sondern für andere Autobahnen und Bundesstraßen. Dass der Bundesverkehrswegeplan drastisch unterfinanziert ist, wird hier halt einmal öffentlich spürbar. Das weiß sicher auch Ramsauer, weswegen er in seinem Schreiben schön schwammig bleibt – der Bote zitiert ihn: “Der zeitliche Ablauf der Baumaßnahmen folgt dabei den Finanzierungsmöglichkeiten[...]versichere ich Ihnen, dass der Abschnitt bei Wertheim in die sachlichen Erwägungen zur zeitlichen Reihung aller Abschnitte gleichrangig einbezogen wird.”

Andererseits ist die Aufregung auch deswegen ein Witz, weil nebendran die Eisenbahn auf einer Trasse aus dem 19. Jahrhundert fahren muss, und davon werden gerade mal so viele Kilometer, wie BW vielleicht erst später ausbauen will, etwas ertüchtigt.

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